Native App vs. Web-App vs. Hybrid-App vs. Cross-Plattform-App

Grundsätzlich stehen bei einer App Entwicklung vier Realisierungsalternativen zur Verfügung:

  • Web-App bzw. mobile Webseite
  • Hybrid App
  • Native App
  • Cross-Plattform App

Web-Apps bzw. mobile Webseiten werden mittels Webtechnologie (HTML5, CSS3 und Javascript) erstellt und laufen im Browser auf dem jeweiligen Endgerät. Sie können nicht über App Stores vertrieben werden und der Zugriff auf Endgerätefunktionen (Kamera, GPS, lokaler Speicher usw.) ist nur begrenzt möglich und vom verwendeten Browser bzw. der Browserversion abhängig.

Hybrid Apps werden ebenfalls mittels Webtechnologie (HTML5, CSS3 und Javascript) erstellt, werden aber wie native Apps auf dem jeweiligen Endgerät gespeichert und können über die App Stores vertrieben werden. Hybrid Apps laufen in einem nativen Container und nutzen den Browser-Engine des jeweiligen Endgerätes (nicht den Browser). Zugriff auf Endgerätefunktionen (Kamera, GPS, lokaler Speicher usw.) ist – ggf. mit Einschränkungen – möglich.

Native Apps werden mittels spezifischem SDK für das jeweilige Betriebssystem (iOS, Android, Windows Phone 8, …) erstellt. Es besteht quasi unbegrenzter Zugriff auf Endgerätefunktionen (Kamera, GPS, lokaler Speicher usw.). App-Funktionen stehen auch offline zur Verfügung, i.d.R. ist eine bessere Performance der App zu beobachten und native Apps sind bei zukünftigen zusätzlichen Anforderungen flexibel erweiterbar.

Wegen eingeschränkter Distributionsmöglichkeiten (keine Möglichkeit des Vertriebs über die App Stores) sowie technischer Einschränkungen beim GPS-Zugriff, Kamerafunktion und lokaler Speichermöglichkeiten erscheint eine Web-App / mobile Website für spezifische Kunden Anforderungen nicht bzw. nur sehr bedingt geeignet.

Native Apps (für iOS und Android und ggf. Windows Phone 8) können zwar prob-lemlos die genannten Anforderungen abdecken und weisen die beste Usability auf, haben jedoch Nachteile bei der Kosteneffizienz.

Hybrid Apps verbinden die Vorteile von Web-Apps und nativer Apps, haben jedoch gewisse Einschränkungen bzgl. Usability und Zukunftssicherheit. Allerdings können sie, gerade bei einfachen Aufgabenstellungen, eine durchaus attraktive Alternative sein.

Last but not least gibt es Cross-Plattform Entwicklungstools wie Xamarin, Phonegap, Unity oder viele anderen. Alle haben die gemeinsame Idee, den Programmcode nur einmal zu schreiben und dann für die verschiedenen Betriebssysteme und App Stores zu verwenden. Was zunächst bestechend klingt, erfährt in einem praktischen Projekt dann oft schnell die technologischen Grenzen. Das gilt vor allem für HTML5 basierte Frameworks, die oft Probleme mit der Nutzung hardwarenaher Features wie z. B. Sensoren, haben. Aber auch bei Nutzung von Nicht-Webtechnologien kommt es immer dann, wenn aktuelle 3rd Party SDKs, wie z.B. von Facebook oder von Wer-beanbietern, genutzt werden sollen, die für das ausgewählte Framework nicht, oder nicht in der aktuellen Version, vorliegen.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Entscheidung über die Auswahl der Realisierungstechnologie für eine App immer von den (aktuellen und zukünfti-gen) Anforderungen abhängt. Ohne dedizierte Anforderungsanalyse und entsprechende Machbarkeitsuntersuchung lässt sich seriöse keine Technologieempfehlung aussprechen. Und selbst dann ist es wichtig, auf die Zukunftssicherheit, gerade auch bei Hinzukommen neuer Anforderungen in zukünftigen Updates, zu achten. Was zunächst prima mit einer Web-App zu realisieren ist, erfordert ggf. schon im ersten Update eine native App und dann ist es für den Entwickler schwierig, den Kunden davon zu überzeugen, dass nun ein kompletter Neuanfang notwendig ist.

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    • 28. April 2015